Wegbeschreibung Elisabethpfad modifizierte Tour am 24.09.2003

Geplant war schon seit längerem eine Fahrradtour entlang dem Elisabethpfad, der sehr gut aus­geschildert
zwischen Marburg Elisabethkirche und dem Kloster Altenberg bei Solms-Oberbiel verläuft. Wir sind vier
Hobby Mountainbiker die sich vorgenommen haben diesen Pfad einmal abzufahren.
Allerdings ist der 'Pfad' teilweise wirklich nur ein Pfad, so daß sich das Vorankommen selbst mit dem
Mountainbike recht mühselig gestaltet. Deswegen wurde der Verlauf von uns deutlich modi­fiziert, wodurch
eine bessere Befahrbarkeit der Route ermöglicht worden ist. Ziel der Modifikation war es nur auf Wegen zu
fahren die zumindest geschottert sind.
Die Tourteilnehmer sind (von links): Jörg Deistler, Herbert Heisl, Martin Glunz und der Autor dieses Textes
Klaus Toscher. Das Bild unten zeigt die Gruppe vor dem Startpunkt, dem Hauptportal der Elisabethkirche
in der Stadtmitte von Marburg/Lahn.
Start_Elisabethkirche
Wir starteten um 10.37 Uhr an einem schönen sonnigen Mittwochmorgen und waren guter Dinge, daß das
Wetter stabil und sonnig bleiben würde. Nachdem wir den Anfang des Pfades gefunden hatten der mit einem
weißen 'E' markiert ist, ging es los Richtung Lahnufer. Dann radelten wir immer an der Lahn entlang, vorbei
an der Stadthalle und dem neuen Cineplex, stadtauswärts Rich­tung Gisselberg. Bei der Auffahrt zum ehe-
maligen Kasernengelände merkten wir zum ersten Mal, daß es auf der Tour auch mal 'bergauf' gehen würde.
In der ersten Kurve stießen wir auf den Elisabethpfad und folgten diesem weitgehend, bis wir auf die Land-
staße L 3387 zwischen Nieder­weimar und Haddamshausen kamen. Diese überquerten wir und folgten ab
dort dem Verlauf des alten Pfaffenstegs nach Oberweimar. An einem schönen Rastplatz mit drei Bänken
wenige 100m vor Oberweimar machten wir bei strah­lendem Sonnen­schein gegen 11.40 Uhr unsere erste
Rast.
Rast_Oberweimar
An­schließend ging es weiter durch Ober­weimar Richtung Niederwalgern. Hier verließen wir den Elisabeth-
pfad und fuhren auf einem grünen Planweg bis nach Niederwalgern und von dort innerorts bis kurz vor die
Niederwalgerner Mühle. Ab dort folgten wir wieder dem Elisabethpfad, der hier ein Stück auf der K56
Richtung Kehna läuft, bis uns dann wieder ein grüner Planweg in das Waldstück vor Damm führte. Auch
dieser Berg, der uns in dem Wald erwartete war nicht von schlechten Eltern. Als Ausgleich für die Plagerei
ging es dafür nach Damm hin sehr deutlich bergab. In Damm verließen wir den Elisabethpfad und fuhren den
Radweg 1 über Etzelmühle nach Reimers­hausen. Von dort führte uns die Alternativroute über die Landstraße
K50 nach Altenvers. Hier war eigentlich geplant in einem Gasthaus Mittag zu essen. Aber leider öffnet das
Gasthaus an Werktagen erst ab 16.30Uhr, also ein bischen zu spät für uns.
Wir fuhren weiter nach Weipolts­hausen, wo ebenfalls der Gasthof erst am Spätnachmittag öffnete. Also
ging es, langsam hungrig, weiter auf dem Elisabethpfad nach Kirchvers. Dort angekommen fanden wir
wieder nur geschlossene Gast­höfe und Lebensmittelgeschäfte vor. Wir entschlossen uns weiter nach Krum-
bach zu fahren, aber um Zeit zu sparen befuhren wir die L3061, weil der Original­verlauf des Pfades hier sehr
unwegsam und schwierig zu befahren ist. In Krumbach ange­kommen fanden wir wieder nur verschlossene
Türen vor und ent­schieden uns daher, auf dem ört­lichen Kinderspielplatz unser Mittags­mahl in Form von
mitge­führtem Obst und Broten zu uns zunehmen.
Spielplatz_Krumbach
Gut gestärkt und (auch ausgeruht) brachen wir gegen 14.00 Uhr zum letzten Teil der Tour auf. Wir folgten
ab dem Spielplatz in Krum­bach nicht dem Originalverlauf am Waldrand Richtung Düns­berg, sondern be­fuhren
den steil bergauf gehenden grünen Planweg der zur K394 führt. Diesen Weg verließen wir nach ca. 500m
nach rechts und folgten dem gut befahr­baren Wald­weg bis wir uns wieder mit dem Originalverlauf vereinigten.
Diesen verließen wir aber nach wenigen Metern wieder um auf dem untenhalb des Elisabethpfades gelegenen
Weges die Landesstraße L 3061 zu erreichen. Auf dieser fuhren wir ein kurzes Stück bis zum Parkplatz
Dünsberg.
Kelten_Duensberg
Nachdem wir ausführlich das neu errichtete Keltentor begutachtet und uns über die Kelten im heimischen
Raum kundig gemacht hatten, ging es weiter auf dem oberen grünen Planweg Richtung Biebertal Ortsteil
Bieber. Als der Weg nicht mehr weiter (gut ausgebaut) geradeaus führte, bogen wir links ab und erreichten
nach längerer Berg­abfahrt die K353. Wir befuhren aber den weiter nach rechts verlaufenden Teerweg, der
nach wenigen 100m in Richtung Ortsteil Bieber abbiegt und fuhren im Ort bis wir auf die K353 trafen. Wir
folgten der K353 bis wir diese in der ersten Rechtskurve nach links verließen und bergab in die Ortsmitte
von Bieber fuhren. Dort angekommen beratschlagten wir über den weiteren Tourverlauf. Wir entschieden
uns für einem kleinen Umweg vorbei an einem geöffneten Supermarkt (hi hi, endlich Nachschub...) in
Richtung Rodheim. Dort bogen wir von der Landesstraße scharf rechts ab und fuhren den grünen Planweg
Richtung Forsthaus Haina weiter. Nachdem wir auf dem höchsten Punkt angekommen waren ging es natürlich
gleich wieder bergab ins Tal auf das Hofgut Haina zu. Ca. 200m vor der Landstraße bogen wir wieder links
ab und fuhren auf einem langen Steilstück den Berg hoch auf Höhe von Forsthaus Haina. Der oben quer ver-
­laufende Weg, der vom Naturdenkmal Königstuhl kommt, führte uns direkt zum Forsthaus. An diesem
vorbei biegt der Original Elisabethpfad nach links ab und es ging, wie soll es auch anders sein, bergab ins
Schwarzbachtal. Unser nächstes Ziel war die Dicke Eiche nördlich von Waldgirmes. Um dieses Natur-
­denkmal zu erreichen, mußten wir mal wieder den Berg hoch. Leider gibt es dieses Denkmal seit einiger Zeit
nur noch in liegender Form. Die Dicke Eiche wurde im Laufe der letzten Jahre so instabil, daß der übrigge-
bliebene Rest dieses 1000 Jahre alten stattlichen Baums aus Sicherheitsgründen gefällt werden mußte.
Dicke_Eiche
Wir waren glücklich, daß wir uns hier einmal kurz von den Strapazen der Tour erholen konnten, bevor es
weiter auf dem Pfad Richtung Blasbach ging. Am Ende des Waldwegs verließen wir wieder den Original-
verlauf, bogen nach rechts ab und fuhren auf diesem Weg am Waldrand solange weiter, bis dieser in einen
Querweg mündete, den wir links abbiegend bergauf folgten. Oben angekommen hatten wir einen schönen
Blick auf Teile von Blasbach. Der nach links verlaufende Schotterweg führte uns oberhalb von Blasbach
wieder auf die Kreuzung, die uns mit dem Elisabethpfad vereinte.
Dann ging es weiter durch ein Waldstück Richtung Autobahn A45, die wir noch überqueren mußten, bevor
wir gegen ca. 16 Uhr das Ausflugslokal 'Schauinsland' erreichten, welches, wie sollte es auch anders sein,
am Mittwoch nach­mittag ge­schlossen hatte.
Schauinsland_Simberg
Also position­ierten wir uns ein letztes Mal zu einem gemein­samen Gruppen­foto, weil Martin sich ab hier von
uns trennte und weiter Richtung Gießen fuhr. Nach kurzem Auf­enthalt starteten wir zur letzten Etappe, die uns
auf dem Elisabethweg durch Hermannstein, vorbei an der Sophienhütte Richtung Dalheim führte. Nach einem
letzten kurzen steil bergauf führenden Feld­wegstück sahen wir Kloster Alten­berg vor uns liegen. Das Ziel vor
Augen begaben wir uns auf die letzte Abfahrt auf einem sehr grob geschotterten Weg, der uns um ca.
16.45Uhr zu unserem Ziel, dem Eingangsbereich des Kloster Altenberg brachte.
Kloster_Altenberg
Das obligatorische Abschlußfoto entstand auf dem Vorplatz zum eigentlichen Eingangsbereich des Klosters
von woaus man einen schönen Aus­blick auf das Lahntal hat
.
Abschließend noch die Höhenprofile beider Streckenverläufe:

Hoehenprofil_modifiziert
Abb. 1: Höhenprofil des modifizierten Elisabethpfads

Hoehenprofil_original

Abb. 2: Höhenprofil des Originalverlaufs des Elisabethpfads

Klaus Toscher 28. Sep. 2003

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